Einbruchsdiebstähle
in Eigenheimen und Wohnungen

Jeder Bürger kann selbst aktiv zu seiner Sicherheit beitragen. Mit einer 12-Punkte-Checkliste von RvI Ewald Kronawitter

Ein Einbruch in den eigenen vier Wänden bedeutet für alle Menschen einen großen Schock. Dabei machen den Betroffenen die Verletzung der Privatsphäre und das verloren gegangene Sicherheitsgefühl häufig mehr zu schaffen als der rein materielle Schaden.

anonym

Dass man sich davor schützen kann, zeigt die Erfahrung der Polizei. Über ein Drittel der Einbrüche bleibt im Versuchsstadium stecken, nicht zuletzt wegen sicherungstechnischer Einrichtungen:

  • Mehr als ein Drittel aller Einbruchsversuche scheitern, weil Wohnungen oder Häuser gesichert sind. Schließlich wird die Mehrzahl der Einbrüche nicht von Profis mit schwerem Werkzeug verübt - meistens sind es Gelegenheitstäter. Fenster und Türen werden überwiegend mit einfachen Werkzeugen aufgehebelt, Zylinderschlösser vor allem abgedreht oder abgebrochen.
  • Um diesen Tätern von vornherein erfolgreich ins Handwerk zu pfuschen, dienen mechanische Sicherungen, wie Zusatzschlösser, Balkenriegel usw., die mit einer Alarmanlage sinnvoll ergänzt werden können. Wenn Sie dazu in Ihrem persönlichen Verhalten auf Sicherheit achten, erreichen Sie einen fast optimalen Schutz.

Eine Eingangstür, die erkennbare Sicherheitsmängel aufweist, wird einen Einbrecher eher anlocken als eine - von außen erkennbar - gut gesicherte Tür.

Für jeden Einbrecher spielen die Faktoren Zeit und Arbeitsaufwand eine große Rolle. Je länger ein Ganove braucht, um alle Sicherheitsvorkehrungen zu knacken, desto größer ist die Gefahr entdeckt zu werden.

Je mehr Widerstand einem Einbrecher entgegengebracht wird, umso uninteressanter wird Ihr Eigentum für einen potentiellen Einbrecher.

Aber: Die beste Sicherheitstür wird nicht vor Einbruch schützen, wenn Sie die Tür nur ins Schloss ziehen und nicht absperren oder Ihren Haus- oder Wohnungsschlüssel unter dem Fußabstreifer oder im Blumentopf verstecken. Damit machen Sie die Wohnung für jedermann zugänglich.

Auch bei Fenstern, Balkon- und Terrassentüren erhöhen versperrbare Fenstergriffe, Gitter, Spezialfenster und Rollläden- Sicherungen deutlich den Einbruchschutz. Verschließen Sie Fenster, Balkon- und Terrassentüren und lassen Sie Fenster nicht gekippt.

Mülltonnen, Gartenmöbel, Leitern, Gerüste etc. eignen sich als Aufstiegshilfen für Einbrecher und sollten weggeschlossen oder entfernt werden.

Kriminalpräventive Erfahrungen zeigen, dass durch Nachbarschaftshilfe Einbrüche vermieden werden können.

Treffen Sie mit Ihrem Nachbarn Abmachungen, damit dieser in Ihrer Abwesenheit Ihren Briefkasten leert, Rollläden öffnet und schließt, Pflanzen gießt und auf fremde Personen achtet. Dies lässt Ihr Haus bzw. Ihre Wohnung bewohnt erscheinen und mindert das Interesse von möglichen Einbrechern.

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Die kriminalpolizeiliche Beratung bietet Ihnen einen kostenlosen, individuellen und neutralen Beratungsservice an. Die Beamten stellen Schwachstellen in Ihrem Haus oder in Ihrer Wohnung fest und geben Empfehlungen, wie diese beseitigt und der Einbruchsschutz verbessert werden kann.

Die Kriminalpolizeiliche Beratung ist über jede Bundespolizeidirektion erreichbar.

Wer rechtzeitig vorbeugt, lebt sicherer!

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Aber auch Sie selbst können eine Menge für Ihre persönliche Sicherheit tun.

Mit den nachfolgenden Tipps soll aufgezeigt werden, wie man sich und sein Eigentum wirksamer gegen Einbrecher schützen kann. Dabei ist das richtige Verhalten genauso wichtig wie sinnvolle technische Einbruchsicherungen am Haus oder an der Wohnung.

Grundsätzlich gilt: Je mehr Hindernisse dem Einbrecher in den Weg gelegt werden, desto schwerer kommt er ans Ziel.

Die gefährdetsten Stellen sind

  • Haupteingangstüren, Terrassentüren, Nebentüren
  • Fenster, Dachfenster
  • Kellerschächte.

Türen
Überlegen Sie sich die Anschaffung von einbruchshemmenden Türen nach der Ö-Norm (B5338). Bei diesen Produkten sind alle Sicherungen obligatorisch.

Zusatzschloss
Verwenden Sie nur Sicherheitszylinder, die aufbohr-, nachsperr- und abreißsicher sind. Der Außenbeschlag muss aus gehärtetem Stahl bestehen und von innen verschraubt sein.

Türspion
Achten Sie hierbei auf den Blickwinkel - dieser sollte mindestens 180 Grad betragen.

Fenster
Fast zwei Drittel der Einbrecher gelangen durch ein Fenster in das Haus oder die Wohnung. Beim Fachhandel erhalten Sie einbruchhemmende Fenster mit Sicherheitsglas und Sicherheitsverriegelung. Auch für Dachfenster und Oberlichtenfenster gibt es Zusatzschlösser.

Kellerfenster
Sichern Sie am besten mit Gitter, Spezialfenster, abschließbaren Fenstergriffen und/oder einer Rollladen-Sicherung.

Wertsachen
Für Ihre Wertsachen sollten Sie an den Einbau eines Wandtresors denken. Dieser muss fest mit dem Mauerwerk verbunden und zudem feuerbeständig sein.

Alarmanlagen
Zu den mechanischen Sicherungen sollte der Einbau einer von einer Fachfirma geplanten, eingebauten und gewarteten elektronischen Alarmanlage überlegt werden. Alarmanlage aber nur mit vom VSÖ (Verband der Sicherheitsunternehmen Österreichs) geprüften Modulen einbauen lassen!

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Mit der untenstehenden Checkliste können Sie selber einen Sicherheitscheck in Ihrem Heim machen. Bereiche, welche für Ihr Eigenheim oder Ihre Wohnung nicht zum Tragen kommen, können Sie unberücksichtigt lassen.

Checkliste für Ihr Eigenheim oder Ihre Wohnung:
JA oder NEIN

  • Haben Sie eine Sicherheitstüre (Ö-Norm B5338, WK3) eingebaut?
  • Hat Ihre Türe eine Mehrfachverriegelung?
    Haben Sie einen guten Sicherheitszylinder (mechatronisch?) eingebaut?
  • Schließt Ihr Schließzylinder mit dem Türbeschlag ab?
    Ist Ihr Türbeschlag von innen verschraubt?
  • Haben Sie Ihre Eingangstür mit einem Zusatzschloss versehen?
  • Hat Ihre Eingangstür eine Aushebesicherung?
    Haben Sie einen Weitwinkeltürspion (mindestens 180°) eingebaut?
  • Haben Sie an der Terrassentür (eventuell) ein Scherengitter angebracht?
  • Sind Ihre Fenster durch Zusatz- oder Stangenschlösser gesichert?
  • Haben Sie versperrbare Fenstergriffe?
  • Haben Sie einbruchhemmende Rollläden oder eine Rollladensicherung?

Diese Checkliste soll zur Überprüfung Ihrer bereits getroffenen Sicherheitsvorkehrungen beitragen und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Sicherheit kann nie genug sein!